• celineolivier77

Wie kann ich meine(n) Partner*in überzeugen, zu einer Paartherapie mitzugehen?


Druck erzeugt immer einen Gegendruck!


Je mehr Sie versuchen, Ihre(n) Partner*In zu überzeugen, eine Therapie mitzumachen, desto weniger wird sich die Situation lockern. Jemandem etwas aufzudrängen ist kontraproduktiv.

In der Sexual- oder Paartherapie kontaktiert mich immer die leidende Person, die sich eine Veränderung wünscht. Die Anwesenheit beider Partner ist jedoch nicht immer notwendig. Die Arbeit, die Sie an sich selbst leisten, wird notwendigerweise etwas bewirken und dazu beitragen, den Dialog mit Ihrem Partner wieder aufzunehmen oder zu beruhigen.

Hier meine Tipps:

Erzählen Sie ihm/ihr zunächst von Ihrer Wahrnehmung der aktuellen Situation, von Ihren Befürchtungen und Sorgen um die Zukunft Ihres Paarlebens. Um eine Veränderung zu erreichen, ist Bewegung notwendig, denn selten lösen sich Probleme von selbst. Erläutern Sie Ihren Wunsch etwas zu bewegen, damit es Ihnen besser geht und Sie aus dieser Dynamik herauskommen, die ihre Beziehung zerstört.

Sprechen Sie dann mit ihm/ihr über Ihr Projekt, eine Therapie zu beginnen. Eine Paartherapie ist kein Eingeständnis des Scheiterns, sondern ein aktiver, oft befreiender Prozess mit einer unparteiischen und objektiven Fachperson. Sie ermöglicht, die Paarbeziehung, Ihre(n) Partner*In und sich selbst unter einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Die Therapie wird Ihnen helfen, die gegenwärtigen Schwierigkeiten Ihrer Beziehung zu verstehen, die Mechanismen ihrer Funktionsweise zu erkennen und zu reflektieren, wie Sie gemeinsam zu dieser Situation oder Krise gekommen sind. Sie erlaubt Ihnen, die individuellen Bedürfnisse und Ressourcen zu erkennen. Somit sollten Sie letztendlich in der Lage sein, eine bewusste Entscheidung zu treffen, ob und wie die Partnerschaft umgesetzt werden kann bzw. ob vielleicht eine einvernehmliche Trennung der bessere Weg ist.

Informieren Sie Ihren Partner oder Ihre Partnerin, dass Sie ihn/sie an Ihrer Seite haben möchten, damit Sie bei der Lösung Ihrer Probleme nicht allein vorankommen, und dass Sie seine/ihre Entscheidung respektieren werden, falls er/sie sich weigert, Sie zu begleiten. Wenn er/sie dies wünscht, kann er/sie später an den Sitzungen teilnehmen.

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