Lass uns über Sex reden!

Sexualität fasziniert, begeistert, macht neugierig, entzückt, erschüttert, beunruhigt, verunsichert, besorgt und wirft viele Fragen auf. Es fällt auch nicht jedem leicht, über seine Sexualität zu reden. Sexologen sind die Fachpersonen, die nicht nur ein offenes Ohr für Ihre intimen Fragen und Sorgen haben, sondern Ihre individuelle und sexuelle Weiterentwicklung unterstützen können, indem Sie auf Ihre Sexualität fokussieren.

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Wie Lustkreis entstanden ist

Von der Sprachlehrerin zur Sexualwissenschaftlerin:

Ich bin Céline Olivier, stamme aus der Normandie und lebe seit 2005 in der Schweiz. Nach mehr als 20 Jahren Tätigkeit im Bildungswesen habe ich mich 2016 für eine berufliche Neuorientierung entschieden und das Studium als Sexologin am ISP in Uster und an der Universität Merseburg begonnen. 2018 habe ich während des Studiums die Praxis Lustkreis eröffnet und März 2020 den Master of Arts in Sexologie mit einer Spezialisierung auf die Sexualität im Übergang zur Elternschaft abgeschlossen.

Warum Sexualwissenschaft?

Als Lehrerin habe ich mit Kindern, Teenagern, Erwachsenen und Senioren mit sehr unterschiedlichen Bedürfnissen gearbeitet (hochbegabten, Legastheniker, ADHS). Herauszufinden wie Menschen «ticken», um passende Lernstrategien und Lehrmittel zu entwickeln, um sie bei Fortschritten zu begleiten, hat mich bei dieser Arbeit immer begeistert. .

In den Jahren 2010 und 2012 wurde ich Mutter und erkannte, dass das Eltern-Werden ein bedeutender Meilenstein im Erwachsenen-, Paar- und Sexualleben ist. Die Elternschaft ist für viele eine Herausforderung und leider zu oft mit Überforderungen, psychischer Belastung, Stress, Depression, Burnout und Trennung verbunden. Die Begleitung zukünftiger Eltern beschränkt sich meistens auf die Beratung zum Geburtsverlauf, die Pflege des Neugeborenen und die zahlreichen Elternratgeber fokussieren auch nur auf das Kind, seine Bedürfnisse, seine Entwicklung und die Erziehung. Selbst die Sexualität während der Schwangerschaft oder nach der Geburt scheint ein Tabu zu sein.

Diese Feststellung ist meine Motivation, mich intensiv mit Veränderungen und Entwicklungsschritten der Sexualität auseinanderzusetzen und Wege zu suchen, Menschen trotz der täglichen Herausforderungen des Lebens bei einer lustvollen, erfüllenden und leidenschaftlichen Sexualität zu unterstützen. 

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Über Sex zu reden ist ... über sich selbst sprechen

Sexualität als Ressource und Kompetenz

Auch in unserer heutigen, aufgeklärten Zeit ist das Thema Sexualität mit vielen Unwissen, Mythen und Aberglauben belegt. Sexualität wird häufig auf Paarsexualität reduziert und die Qualität des Sex' oft durch die Befriedigung der Partner*In definiert. Sexualität ist jedoch viel mehr als das. Sie umspannt Ihre Handlungen, Gedanken , Gefühle und auch Ihr Unterbewusstsein. Sie als Mensch sind ein sexuelles Wesen.  

Als Sexologe beschäftige ich mich nicht nur mit Problemen und Schmerzen eindeutig sexueller Natur, sondern helfe darüber hinaus jedes Individuum, sich selbst wertzuschätzen, seine Bedürfnisse und die eigenen Lebensziele mit seiner Sexualität in Einklang zu bringen. 

Unabhängig von Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung, partnerschaftlicher Lebensform oder möglichen Beeinträchtigungen unterstütze ich Menschen Ihre Sexualität als positiven und selbstbestimmten Bestandteil Ihres Lebens und Gesundheit auszuleben.

 

Wenn Sie sich die Zeit nehmen, sich mit Ihrer eigenen Sexualität auseinander zu setzen, lernen Sie auch sehr viel über sich selbst. Sexualität und das sexuelle Selbstverständnis wird von vielen Faktoren beeinflusst und hat selbst wiederum Auswirkungen auf Ihre Wahrnehmung, Ihre Beziehungen mit sich selbst und Anderen sowie Ihre Handlungen. 

Gleichzeitig unterliegt die Sexualität lebenslang Veränderungen, z.B. durch biologische Entwicklungen aber viel mehr noch durch Erfahrungen und die persönliche Geschichte. Dieser Veränderungsprozess ist beeinflussbar und kann durch Selbstreflektion und Interventionen moduliert werden, was ich als eine meiner Kernaufgaben sehe.

Der spannendste Teil der Sexualität ist die bi-direktionale Wechselwirkung mit physischen, kognitiven, emotionalen und dadurch letztlich auch sozialen Aspekten. Es ist möglich, herausfordernden Situationen im partnerschaftlichen oder auch individuellen Umfeld, durch eine Stärkung der eigenen Sexualität bzw. der sexuellen Fähigkeiten zu begegnen. In diesem Sinne denke ich, dass Sexualität eine Ressource für eine gesunde Selbstwahrnehmung, Selbstverantwortung und Selbstverwirklichung ist, d.h. eine grundsätzliche Lebenskompetenz.

Sexualität ist lernbar, veränderbar und will vor allem erlebt sein.

WEITERBILDUNGEN UND FACHTAGUNGEN

23.-24.09.2022 - Chemsex-Tagung vom Arud und Checkpoint in Zürich

16. - 17.05.2022 - Sexoxorporel und Partnerschaft CFSF in St-Malo

09 - 10.12.2021 - 7. Kongress Sexogyn vom AIUS in Marseille

19. - 22.09.2021 - Emotionsfokussierte Paartherapie (Externship Basistraining) im ISP Zürich

03.09.2021 - Fachtagung Sexualität und Stillen von der Stillförderung Schweiz in Zürich

21.09.2019 - Fachtagung Porno-Stress von der pädagogische Hochschule in Zürich

2016-2020 - Master of Art in Sexologie am ISP Uster und Hochschule Merseburg

MITGLIEDSCHAFTEN & ENGAGEMENT

- Referentin beim "Sex Days" beim Pride Month der Universität Sankt Gallen (am 04.10.2022)

- Mitglied vom Swiss Society of Sexology (seit 2022)

- Mitglied vom Fachverband für Sexologie Schweiz (seit 2022)

- Mitglied vom Sexocorporel France (seit 2022)

- Moderatorin der interdisziplinären Fachgruppe C&S: couple et sexologie ( seit 2021)

- Gründerin der Gruppe Expert*innengremium für sexuelle Gesundheit (seit 2020)

- Mitgliederin IG BDSM (seit 2019)

- Helferin im Awarness Team beim Film Kunst Festival Porny Days (seit 2019)

- Mitgliederin Zwischenwelten (seit 2018)

- Mitgründerin, Partyveranstalterin, Kursleiterin des Vereins Kinki Suisse (seit 2016)

- Mitgliederin im Frauenverein Nänikon-Werrikon (seit 2012)

 

PUBLIKATIONEN

02.11.2021 - „Scham und Sexualität“ im Focus Swiss

18.05.2021 - „Lustvoll durchs Leben“ in NAG

22.12.2020 - „Sex statt Stress im Lockdown“ in Zürcher Oberländer